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Begeisterndes Chorkonzert in der Stiftsbasilika in Herrieden

Chorkonzert Elberfelder Mädchenkurrende in Herrieden

Mit einem Laien- Chorkonzert von hervorragender Qualität warteten die Schülerinnen der Wuppertaler Mädchenkurrende bei den Stiftsbasilika- Konzerten in Herrieden auf.

Bild: Volker Schmidt

Wuppertaler Mädchenkurrende faszinierte durch absolut professionellen Auftritt

Mit der Wuppertaler Mädchenkurrende stellte sich bei den Herriedener Stiftsbasilika-Konzerten eine Gesangsgruppe von sehr beachtlichem Niveau vor. Im Rahmen einer anstrengenden Pfingst- Chorreise hatte der 42-köpfige reine Laienchor am Sonntagabend den Weg nach Herrieden gefunden. Geführt von zwei sehr erfahrenen, engagierten Chorleitern, Angelika Küpper und Dr. Heinz Rudolf Meier, bot das Mädchenensemble eine ausgewogene Mischung aus diszipliniert sakraler, bis zur Gegenwart reichender Gesangeskunst und jugendlich, fröhlichem Gospelsound. Maria Bennemann an der Orgel und am Klavier zeigte sich im Continuo als wertvolle Stütze.

Im ersten Teil des Konzerts mit Stücken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Maurice Duruflé, Javier Busto Sagrado, Lorenz Maierhofer,  bis hin zur „Messe A-Dur, opus 126“ von Josef G. Rheinberger boten die Wuppertaler Schülerinnen, zwei- bis vierstimmig, in faszinierender, jubelnder  Stimmreinheit und mit ausgeprägter Stimmkraft einen beeindruckenden Strauß sakraler Chorliteratur. Die hervorragende Akustik der Stiftsbasilika erhöhte noch die Wirkung der engelsklaren Stimmen. Mit ihrer hohen Klangsensibilität, hervorragenden Artikulation, Intonation und sehr gelungen  ausmodulierten, anspruchsvollen Gesangspassagen, ausschließlich in lateinischer und englischer Sprache geboten, konnten die jungen Schülerinnen durchaus manchem professionellen Erwachsenenchor das Wasser reichen.

 Als willkommene Einlage, zum Atemholen für die jungen Protagonistinnen, spielte Stefan Ubl zwei Sätze aus der „Sonate a-moll opus 98“ für Orgel von Josef Gabriel Rheinberger. Mit weich melodisch gewählter, einfühlsamer Registrierung und pedaliter dezent fügte sich sein Spiel gut in den festlich sakralen Pfingstjubel des Abends ein.

„It’s a me“, „Motherless Child“, „Down by the Riverside“, „May the road rise to meet you“ und die 5-sätzige Jazzmesse von Bob Chilcott standen im zweiten Teil des Konzerts für den Metierwechsel zu jazzig-souligem Gospelsound, wobei die jungen Mädchen ihr hoch konzertantes, diszipliniertes Niveau keine Sekunde verließen. Konzentriert, lebensfroh, voll Rhythmus und mit dem Lächeln der Frohen Botschaft auf den Lippen, ergänzten sich meisterlich Klang und Text zu einem reizvollen  Ganzen. Besonders beeindruckend hier die äußerst variable„ Little Jazz-Mass“ von Bob Chilcott, welche rhythmisch und stimmlich an die jungen Sängerinnen hohe Anforderungen stellte.

Mit der Hymne „For the beauty of the earth“  von John Rutter, einem inbrünstigen Bekenntnis zur allumfassenden Vielfalt der Schöpfung,  gelang dem Chor ein kraftvoll überzeugender Appell und würdiger Abschluss eines äußerst bemerkenswerten Konzerts.

Der herzliche, begeisterte Applaus der Besucher wurde noch mit dem von Nancy Hill Cobb vertonten Psalmtext „Cantate Dominum“ als Zugabe belohnt, nach einem Konzert, welches durchaus eine bis zum letzten Platz gefüllte Kirche verdient hätte.

Quelle: 21.5.2013, Volker Schmidt, Fränkische Landeszeitung

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